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Ausstellungskonzept:
Plakatraum
Eine Projektgruppe der
Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main entwickelt
in diesem Jahr das Konzept und das Ausstellungssystem zum
Wettbewerb »100 beste Plakate«. Unter Leitung von
Prof. Peter Eckart, Dekan des Fachbereichs für
Produktgestaltung an der HfG, erarbeiteten die Studenten
Jakob Gresch, Brita Jaichner, Hanna Kruse, Marc-Samuel Ulm
und Barbara Wildung einen Entwurf, der zwei Ebenen
vorsieht: die konstruktive Ebene der Aufsteller und die
emotionale Ebene einer erlebnisorientierten Inszenierung.
Im Juli 2010 wurde das Konzept von Brita Jaichner,
Marc-Samuel Ulm, Barbara Wildung, Jakob Gresch und Hanna
Kruse mit dem Dr. Marschner HfG Rundgangpreis 2010
ausgezeichnet, Info der HfG
hier
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Entwürfe zur Ausstellungsgestaltung
© Team der HfG |
Information der HfG
hier |
1. Die konstruktive Ebene
Die Aufsteller thematisieren den industriellen Hintergrund
des Plakates, seines Materials Papier und seiner
Herstellungsverfahren. Die Fertigung der Aufsteller folgt
dementsprechend diesen Prinzipien. Aus einer flachen Pappe
wird maschinell eine Form gestanzt, die durch Faltung zum
stabilen prismenartigen Volumen montiert wird.
Die so entstehenden Raumkörper können einzeln oder in
Gruppen gestellt werden, durch Stapelung entstehen hohe
Elemente, und da sie auf unterschiedlichen Seiten stehen,
kann mit nur einem Grundelement eine abwechslungsreiche
Ausstellung aufgebaut werden. Die Prismen gliedern
rhythmisch den Raum und stehen in einem interessanten
Kontrast zu bekannten Aufstellern.
Die Flächen sind so groß, dass sie problemlos verschiedene
Plakatgrößen aufnehmen und je nach Art der Aufstellung
entstehen verschiedene Flächenformen und -größen. Die
Flächen bieten einen großen weißen Hintergrund, er ist
ruhig und neutral ist, befreit von störenden visuellen
Reizen aus der Umgebung.
2. Die emotionale Ebene
Die zweite, emotionale Ebene thematisiert die Stadt als
natürlichen Lebensraum des Plakates. Diese Idee
dramatisiert die ungeheure Leistung, die ein Plakat
erbringen muss: Es muss sich gegen eine Flut von
Informationen durchsetzen.
Die Atmosphäre einer Stadt entsteht mit verschiedenen
Projektionen und einer dynamischen Geräuschkulisse.
Während an freien Flächen in den Ausstellungsräumen
verschiedene Städte über typische Wahrzeichen erkennbar
werden (Wahrzeichen aus den Städten, in denen die
Ausstellung zu sehen sein wird), wird die Stadt über
Geräusche von Autos, Müllwagen, Menschenmengen etc.
erlebbar, so dass der eigentliche Ausstellungsraum, das
Museum in den Hintergrund tritt.
Eine weitere Idee besteht darin, den Besucher aktiv in die
Ausstellungsgestaltung einzubinden. Die Silhouetten sind
als Puzzle konzipiert: Einzelne Teile wie Hochhäuser,
Fernsehtürme, Bäume, Straßenlaternen etc. werden auf einen
Projektionstisch gelegt und immer wieder zu neuen
Silhouetten angeordnet. Die Teile sind aus transparenter
Folie geschnitten, so dass sich interessante Überlagerung
ergeben.
Ziel dieser Inszenierung ist es, ein ganzheitliches
Erlebnis zu vermitteln, dass das Plakat nicht als museales
Ereignis darstellt, sondern als unverzichtbaren Teil der
Stadt. Die Stadt ist einer unserer zentralen Lebensräume -
und sie ist der zentrale Lebensraum des Plakates. Die
Stadt ist der Plakatraum. |